Much Much

Die Gemeinde Much hat eine Größe von 7.808 ha (78 qkm) und beherbergt flächendeckend über das Gemeindegebiet eine Forstbetriebsgemeinschaft, die FBG Much.
Die Gesamtwaldfläche im Bereich der Gemeinde Much beläuft sich auf 1.800 ha, das sind 23,1 % der Gemeindefläche.


Die FBG hat zur Zeit 517 Mitglieder, die eine Gesamtfläche von 1.141 ha Wald vertreten.

Die Mitgliedsfläche setzt sich wie folgt zusammen:

Klein-und Privatwald
1072 ha
Kirchen, Klöster, Stiftungen
35 ha
Gemeinde Much
34 ha

Vorstand der FBG Much:

1. Vorsitzender Werner Schönenbrücher, Sommerhausen
2. Vorsitzender Helmut Müller, Marienfeld
Geschäftsführer Paul Ernst Ludwig, Oberdorf
Stellvertreter Mario Trömpert, Heinenbusch
Beisitzer Franz Kleff, Much

Das zuständige Regionalforstamt "Rhein-Sieg-Erft" befindet sich in Eitorf. Zuständig für die Betreuung Forstbetriebsbezirkes Much ist Forstwirtschaftsmeister Michael Fobbe.
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Mit dem Regionalforstamt "Rhein-Sieg-Erft" besteht ein Betriebs- und Beförsterungsvertrag für die Mitglieder der FBG Much. Von der FBG werden Aufgaben übernommen, die ein einzelner Klein- oder Privatwaldbesitzer nicht ausführen kann:
Holzeinschläge, Holzverkäufe, Flächenräumung, Aufforstungen, Kultur- und Bestandespflege, Bereitstellung von Hölzern für Versteigerungen und Submissionen, Vermarktung von Weihnachtsbäumen, gemeinsamer Pflanzeneinkauf, Sammelverträge zur Waldbrandversicherung, Vorfinanzierung von Kosten für waldbauliche Maßnahmen, Einsatz von Arbeitskräften und Unternehmern für die Waldarbeit, Beantragung von Förderungsmitteln, Verteilung der bewilligten Beihilfen des Landes,
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Durchführung von Waldschutzkalkungen per Hand oder Helikopter, Weiter-bildung der Waldbesitzer durch Lehrgänge, Waldbegänge und Lehrfahrten.

Die FBG Much ist nach PEFC zertifiziert.

Im Jahre 1998 erhielt die FBG Much eine „Forsteinrichtung“. Was ist das und wofür wird sie benötigt?
Die langen Produktionszeiträume in der Forstwirtschaft erfordern auch eine langfristige Planung und Inventur zur Erfassung des Wald-Zustandes und
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diese Planung für die Zukunft wird in einem Betriebswerk und Bestandesbuch (Revierbuch) zusammengefasst. Die Forsteinrichtung ist also eine „Inventur“ des Waldes mit Ermittlung des prozentualen Anteils der einzelnen Baumarten, Altersklassen, Vorrats- und Zuwachsübersicht. Auch Parzellen, Wegenetze, Grenzen, Teiche, Biotope, Naturschutzflächen und dergleichen werden erfasst. Mit Hilfe der Forsteinrichtung kann eine bessere Planung stattfinden, wie z.B. in den nächsten 10 Jahren die Bewirtschaftung erfolgen könnte. Unter Berücksichtigung der oft schwierigen Holzmarktlage kann der zuständige
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Forstbetriebsbeamte den einzelnen Waldeigentümer gezielt auf sein „Warenlager Privatwald“ ansprechen und sinnvolle Maßnahmen und Aktivitäten vorschlagen. Die Holzwerbung kann rationeller abgewickelt und Pflegekonzepte können besser verwirklicht werden. Dabei wird das Prinzip der „Nachhaltigkeit“ beachtet, das in unserer Forstwirtschaft Tradition hat und Ausdruck eines verantwortungs-bewußten Umganges mit dem Wald ist.
Nachhaltigkeit heisst, nur so viel Holz zu entnehmen, wie nachwächst, frei gewordene Flächen durch natürliche Verjüngung oder Pflanzung wieder zu bewalden, im Einklang mit der Natur zu wirtschaften und auch die Bedürfnisse der nachfolgenden Generationen zu berücksichtigen.
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Nachhaltigkeit garantiert den Fortbestand des Waldes und bewahrt zugleich die Vielfalt und Schönheit der Natur.
Der Mitgliedsbeitrag beträgt z.Zt. pro Jahr und angefangenem Hektar Waldfläche 6 €.

Durch die Mitgliedschaft in der FBG ist jedes Mitglied mit seiner gemeldeten Waldfläche gegen Brandschäden versichert (Waldbrandversicherung) und wird laut Beförsterungsvertrag auf Wunsch beraten und betreut. Der kostengünstige Beitrag für Feuerversicherung und Beförsterung ist nur über den forstlichen Zusammenschluß möglich. Einmal im Jahr findet eine Jahreshauptversammlung der Mitglieder statt, auf der durch den geschäftsführenden Vorstand
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Rechenschaft ablegt wird. Ferner werden bei dieser Jahreshauptver-sammlung aktuelle forstliche Themen angesprochen und eventuell anstehende Neuwahlen zum Vorstand durchgeführt. Die jährlich zum Zweck der Weiterbildung stattfindenden Lehrfahrten führen immer in einen anderen Forstamtsbereich (s.Lehrfahrten). Im Kampf gegen das Waldsterben führte die FBG Much zahlreiche Kalk-Düngeaktionen in den Wäldern durch. Trotz zahlreicher Schwierigkeiten in unserem unwegsamen Gelände (z.B. Hanglagen) werden die Waldparzellen mit der erforderlichen Kalkmenge gedüngt, und das zum Teil von Hand!
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Zu den Umweltschutzmaßnahmen der FBG-Mitglieder gehörten ferner das Aufstellen und Betreuen von bis zu 80 Borkenkäfer-Fallen und umfangreiche Neuanpflanzungen. So wurden zum Beispiel in den letzten 30 Jahren von den Mitgliedern der FBG Much etwa 800.000 Forstpflanzen gesetzt. Beschaffung und Verteilung dieser Pflanzen erfolgte über die Forstbetriebsgemeinschaft. Durch derartige Aktionen wird Jahr für Jahr, vielfach unbemerkt, von den vielen aktiven
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Mucher Waldbauern ein beachtlicher Beitrag geleistet, unseren heimischen Wald funktionstüchtig und lebenskräftig zu erhalten.
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